Freitag, 12. Juli 2013

Weltweite AVG Umfrage zeigt: Deutsche Mütter weltweite Spitze bei Aufklärung ihrer Kinder zu Internet-Bedrohungen

  • 27 Prozent der deutschen Mütter installieren Schutzmaßnahmen auf den Geräten der Kinder
  • 28 Prozent blockieren den Zugriff auf bestimmte Webseiten
  • Knapp Zwei Drittel der deutschen Mütter klärt Kinder über Online-Gefahren auf
Kinder und Jugendliche sind heute mit Computern, schnellen Internetanschlüssen, Smartphones und Tablet-PCs bestens ausgerüstet. Dies stellt insbesondere Mütter weltweit vor die Herausforderung, ihren Sprösslingen die Grundlagen der Online-Sicherheit zu vermitteln. AVG, einer der weltweit führenden Anbieter von Internet Security-Lösungen mit etwa 150 Millionen aktiven Nutzern, befragte deshalb 4.000 Frauen in Großbritannien, USA, Kanada, Frankreich, Deutschland und Brasilien zu Erziehung und Internet.

Der schnelle und fast überall verfügbare Internet-Zugriff birgt für Kinder und Jugendliche vielfältige Gefahren. Nicht nur, dass sie oft bedenkenlos persönliche Informationen und Fotos online stellen, sie können auch schnell zum Ziel von Cyberkriminellen werden. „Nie war die Debatte über die Online-Sicherheit von Kindern und ihr Umgang mit der Technologie wichtiger“, bestätigt auch John Giamatteo, Chief Operating Officer bei AVG. Doch wie überwachen Mütter, was ihre Kinder online treiben?

Aufklärung und Vertrauen in Deutschland am weitesten verbreitet
20 Prozent der Mütter in Deutschland überwachen Nutzerverhalten und Online-Aktivitäten ihrer Kinder gar nicht. 62 Prozent klären ihre Sprösslinge jedoch über mögliche Internet-Bedrohungen auf – und sind damit mit Abstand Spitzenreiter im weltweiten Vergleich. Der Durchschnitt liegt bei 49 Prozent. Immerhin 48 Prozent gaben an, ihre Kinder dazu erzogen zu haben, bei Fragen, Unsicherheiten oder verdächtigen Popups direkt zu ihnen zu kommen, weltweit verlassen sich darauf nur 39 Prozent. 27 Prozent der Mütter in Deutschland haben Schutzmaßnahmen auf den Geräten ihres Nachwuchses installiert und 28 Prozent verhindern mit Hilfe von Security Software den Zugriff auf spezielle Webseiten.

Die Zeit, die ihre Kinder online surfen dürfen, begrenzen 35 Prozent der deutschen Mütter – im weltweiten Vergleich ist dies der zweithöchste Wert. Besonders sensibel sind die Brasilianerinnen, was die Sicherheit ihrer Kinder im Internet angeht: 40 Prozent überprüfen den Browserverlauf und 35 Prozent sogar die SMS ihrer Kinder hinsichtlich verdächtiger Inhalte. Zum Vergleich: Nur 14 Prozent der deutschen Mütter kontrollieren den Browserverlauf und zwölf Prozent die Textnachrichten auf den Geräten ihrer Kinder. 25 Prozent der Brasilianerinnen folgen ihren Kindern in die virtuellen sozialen Welten – in Deutschland entscheiden sich nur 14 Prozent der Mütter für diese Maßnahme.

Mütter sehen sich in der Pflicht, Kinder auf digitales Leben vorzubereiten
Deutsche Mütter nehmen die Aufgabe, ihre Kinder auf ein digitales und vernetztes Leben vorzubereiten im weltweiten Vergleich am wichtigsten: 82 Prozent der Mütter klären ihre Schützlinge über Nutzen und Risiken der Online-Welt auf. Nur zwei Prozent sehen diese Aufgabe bei der Schule – damit bilden sie das Schlusslicht. Immerhin zwölf Prozent der Brasilianerinnen verlassen sich darauf, dass sich ihre Kinder über ihr eigenes Netzwerk und den Freundeskreis auf das digital vernetze Leben vorbereiten – in Deutschland sind dies nur fünf Prozent.

Deutsche Kinder kaufen sich mobile Geräte oft selbst
Dabei kaufen Frauen in Deutschland ihren Kindern eher selten ein eigenes mobiles Gerät. 23 Prozent der deutschen Kinder und Jugendlichen bekommen ihr Smartphone oder Tablet geschenkt, 45 Prozent kaufen sich ihr Gerät selbst. Damit liegt Deutschland deutlich über dem weltweiten Durchschnitt (17 Prozent). 23 Prozent der deutschen Kinder – und damit erneut Spitzenreiter im weltweiten Vergleich – bekommen ein mobiles Gerät deshalb, weil ihre Eltern ihr altes an den Nachwuchs weitergeben. Interessant: In Brasilien kaufen 17 Prozent der Mütter ihren Kindern ein eigenes mobiles Gerät, weil sie genervt davon sind, dass die jungen Leute ihr Gerät mit nutzen. In Deutschland zählte dies nur für neun Prozent der Mütter als Grund für den Handykauf.