Donnerstag, 25. Juli 2013

Weltweite AVG Umfrage zeigt: Smartphone erschwert Trennung von Beruf und Privatleben bei deutschen Arbeitnehmerinnen

  • Knapp zwei Drittel der deutschen Frauen sieht sich beruflich von mobilen Geräten abhängig
  • 15 Prozent nutzen dasselbe mobile Gerät für Berufliches und Privates
  • Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit verwischt die Grenze zwischen Beruf und Privatleben
Wie beeinflussen Smartphones und Tablet-PCs das private und berufliche Leben von Frauen? Dieser Frage geht AVG, einer der weltweit führenden Anbieter von Internet Security-Lösungen mit etwa 150 Millionen aktiven Nutzern, in seiner aktuellen Studie nach. Dafür befragte das Unternehmen 4.000 Frauen in den USA, Kanada, Brasilien, Großbritannien, Deutschland und Frankreich zur Nutzung mobiler Endgeräte in Beruf und Freizeit.

Mobile Geräte im Beruf unverzichtbar
Insgesamt sieht sich knapp zwei Drittel der deutschen Frauen im Vergleich zu vor zwei Jahren heute beruflich von einer ganzen Reihe von Mobilgeräten abhängig. Dies entspricht dem weltweiten Trend (61 Prozent). Mehr als die Hälfte der deutschen Arbeitnehmerinnen nutzt mindestens ein mobiles Gerät im Beruf. Dabei bekommen 38 Prozent ein Smartphone und/oder Tablet vom Arbeitgeber gestellt und nur fünf Prozent greifen auf ein privates Zweitgerät zurück. Ein Gerät für beides nutzen 15 Prozent, was nur knapp unter dem weltweiten Durschnitt von 16 Prozent liegt.
Smartphones verwischen Grenzen zwischen Beruf und Privatleben
Die Nutzung desselben mobilen Gerätes für Beruf und Privatleben hat laut Studienergebnissen insgesamt nur einen geringen negativen Einfluss auf das Leben der Arbeitnehmerinnen in Deutschland (15 Prozent). Anders als für die Brasilianerinnen: Fast ein Drittel sieht ihr Leben durch die Nutzung von Smartphone und Co. für Berufliches und Privates negativ beeinflusst. Zu diesen Einflüssen gehört vor allem die erschwerte Trennung zwischen Privat- und Berufsleben – dies geben 56 Prozent an. Damit liegen die Deutschen gleichauf mit den Britinnen und deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 46 Prozent.

Beruflich und privat genutzte Smartphones führen in deutschen Partnerschaften zu Streitigkeiten

Weitere negative Einflüsse: Im weltweiten Durchschnitt haben 15 Prozent der Arbeitnehmerinnen bereits versehentlich wichtige geschäftliche Dokumente gelöscht – ein Missgeschick, das Arbeitnehmerinnen in Deutschland laut Umfrageergebnissen weniger oft passiert. Dagegen führen privat und beruflich genutzte mobile Geräte in Deutschland häufiger zu Diskussionen mit dem Partner: Mit 22 Prozent liegen deutsche Frauen hier deutlich über dem weltweiten Durchschnitt (zehn Prozent). Ebenfalls negativ auf das Privatleben wirkt sich der Umstand aus, dass sie versehentlich arbeitsbezogene Inhalte mit persönlichen Kontakten oder persönliche Inhalte mit Arbeitskollegen geteilt haben (22 Prozent). Damit liegt Deutschland auf Platz zwei, direkt hinter den Brasilianerinnen mit 24 Prozent.

Deutsche Frauen nutzen mobile Geräte auch abends – vor allem für alltägliche Erledigungen
Über zwei Drittel der deutschen Frauen greifen auch abends zum Smartphone und verbringen bis zu einer Stunde mit ihrem mobilen Gerät. Damit sind sie in der Kategorie 0 bis 60 Minuten Spitzenreiter. Dagegen verbringt über die Hälfte der befragten US-Amerikanerinnen 60 Minuten und länger mit ihrem Smartphone. 81 Prozent der deutschen Frauen nutzen die Zeit, um ihre privaten E-Mails abzurufen und 79 Prozent surfen online. Damit sind sie jeweils führend im weltweiten Vergleich.
Auch bei alltäglichen Erledigungen liegen deutsche Frauen vorn: 55 Prozent nutzen Smartphone und Co. für Einkauf, Bankgeschäfte und Rechnungen. US-Amerikanerinnen nutzen ihre mobilen Geräte abends am häufigsten für Textnachrichten oder Anrufe von oder mit Freunden (70 Prozent) – dies gaben nur 50 Prozent der Frauen in Deutschland als Grund an. Während Social Media-Aktivitäten bei englischsprachigen Frauen hoch im Kurs stehen (USA 60 Prozent, UK 54 Prozent, Kanada 55  Prozent), sind Deutsche hier mit nur 33 Prozent eher zurückhaltend. 31 Prozent der Brasilianerinnen verbringen abends Zeit mit den mobilen Geräten, um zu arbeiten – in Deutschland tun dies nur 13 Prozent der Frauen. Damit liegen sie auch unter dem weltweiten Durchschnitt von 17 Prozent.