Mittwoch, 11. September 2013

Aktuelle Consumer Trust-Studie von AVG: Mehr als zwei Drittel glauben an weiteren Verlust der Privatsphäre

  • 88 Prozent der Verbraucher reagieren zurückhaltend, wenn sie persönliche Daten im Gegenzug für Services und Dienstleistungen preisgeben sollen
  • 46 Prozent der Endanwender sorgen sich verstärkt um ihre persönlichen Daten und misstrauen Unternehmen sowie deren Fähigkeiten, Nutzerdaten zu schützen
  • 37 Prozent der Deutschen verstehen und nutzen die Privatsphäre-Einstellungen aktiv und sind damit Spitzenreiter im weltweiten Vergleich
72 Prozent der Endverbraucher weltweit glauben, dass neue Technologien den Alltag künftig erleichtern werden. Gleichzeitig vertreten jedoch nahezu ebenso viele (69 Prozent) die Meinung, dass die neuen technischen Möglichkeiten größere Einschnitte in die Privatsphäre bedeuten – so die Ergebnisse der aktuellen „Consumer Trust“-Studie von AVG, einem der weltweit führenden Anbieter von Internet Security-Lösungen für Mobile, Datenschutz und Optimierung mit 155 Millionen aktiven Nutzern. Im Rahmen der Studie hat AVG knapp 5.000 Verbraucher in acht Ländern zu Nutzungsverhalten, Privatsphäre und Vertrauen befragt.

Verbraucher weltweit fürchten um ihre Online-Privatsphäre

Die jüngsten Schlagzeilen über die Datenspionage der NSA und Überwachungsprogramme wie PRISM haben die Einstellung von Verbrauchern weltweit hinsichtlich privater Daten beeinflusst. So gaben 46 Prozent an, dass sie wachsende Bedenken bezüglich der Sicherheit ihrer Privatsphäre hegen. Ebenso viele Verbraucher misstrauen Unternehmen und deren Fähigkeiten, Nutzerdaten ausreichend zu schützen. 88 Prozent der Verbraucher reagieren zurückhaltend, wenn sie persönliche Daten im Gegenzug für Services und Dienstleistungen preisgeben sollen. Die Mehrheit der Befragten (38 Prozent) nimmt dies in Kauf, weil es Voraussetzung ist. So erlauben 27 Prozent der Verbraucher den Zugriff auf die Kontaktlisten ihrer Geräte und 29 Prozent auf die Email-Kontakte. Den Zugriff durch Apps auf unterschiedliche Social Media-Seiten gestatten sogar 36 Prozent. Mehr als ein Drittel der Befragten (36 Prozent)hingegen begrenzt die Menge an Informationen, die sie preisgeben: Jeder Achte (79 Prozent) hat bereits einen App- oder Programm-Download abgebrochen, weil nach sensiblen Daten gefragt wurde. Dies zeigt ein starkes Unbehagen der Nutzer in Bezug auf die Menge an persönlichen Daten, nach denen sie im Internet gefragt werden.

Deutsche verstehen und nutzen Privatsphäre-Einstellungen am ehesten

Obwohl 86 Prozent der Befragten angaben, die Privatsphäre-Einstellungen sowohl auf Social Media-Seiten als auch auf ihren persönlichen Geräten zu kennen, versteht laut Studie nur knapp ein Drittel die verfügbaren technischen Möglichkeiten und nutzt sie auch aktiv. Deutsche Nutzer liegen hier mit 37 Prozent knapp über dem weltweiten Durchschnitt (31 Prozent).

Oberste Priorität für Sicherheit und Datenschutz

„Es war nie so wichtig wie heute, die Verwendung von Daten nachzuvollziehen – und zwar so einfach wie möglich. AVG hat sich zum Ziel gesetzt, dass sich Verbraucher problemlos miteinander verbinden können und gleichzeitig durchgängig ihre Online-Identitäten zu schützen, egal welches Gerät sie benutzen,“ sagt Judith Bitterli, Senior Vice President of Marketing bei AVG Technologies. „In der Gesellschaft sind heute Vertrauen und Privatsphäre stark miteinander verbunden. Die IT -Branche muss darauf achten, so transparent wie möglich zu sein, da sie sonst das Vertrauen ihrer wichtigsten Zielgruppe unwiederbringlich erschüttert.“

Weiterführende Informationen zur Methodik:

Bei der Consumer Trust-Studie handelte es sich um eine Online-Befragung von 4.927 Endverbrauchern aus Großbritannien, USA, Brasilien, Kanada, Australien, Frankreich, Deutschland und Tschechien. Die Feldphase fand im August 2013 statt und wurde von Qualtrics durchgeführt.